Der Winterdienst - freie Straßen zu kalten Zeiten

Sobald der Sommer vorbei ist und sich das Jahr dem Ende entgegen neigt, wird es auf den Straßen in Deutschland ungemütlich. Denn von nun an sind sie mehr und mehr gefüllt mit nassem Laub oder werden verstärkt von Aquaplaning heimgesucht. Die Folge hieraus ist eine erhöhte Anzahl an Verkehrsunfällen. Eine so richtige Gefahr stellt jedoch erst eintretendes Winterwetter dar.

Um hier die Kontrolle zu behalten, gilt es, sofort zu handeln und wenigstens die Hauptverkehrsstrecken halbwegs sicher zu halten. Hierzu kommt gerade in den Städten, wie zum Beispiel Frankfurt oder Köln, der städtische Winterdienst infrage. Aber auch in weniger großen Gebieten ist ein städtischer Winterdienst möglich. Wenn nicht, dann gilt es hier zu improvisieren.

 

Der Winterdienst: Ziele und Aufgaben
Das Straßennetz ist sowohl für die Bürger als auch für die Wirtschaft von wichtiger Bedeutung. Durch die winterlichen Witterungsverhältnisse kann es jedoch zu wesentlichen Einschränkungen in der Funktion kommen. Auch sind wirtschaftliche Schädigungen möglich, wie zum Beispiel Unfälle oder Zeitverluste. Die Aufgabe vom Winterdienst ist es, in solchen Zeiten für die Verkehrssicherheit zu sorgen. Auch soll der Winterdienst den gängigen Verkehrsfluss sichern. Hierunter zählt konkret, dass der Winterdienst für eine Vermeidung von Glättebildung sorgt. Genauso beseitigt der Winterdienst Eis und Schnee.

 

Die verschiedenen Arbeitsweisen

Kommt es z. B. in Frankfurt zum Einsatz vom Winterdienst, so können sich seine Leistungen in fünf verschiedene Arbeitsweisen einteilen lassen. Damit sind das Räumen, das Streuen, das Auftauen, das Enteisen als auch das Schützen gemeint. Beim Räumen erfolgt über den Winterdienst eine Beseitigung vom Schnee auf den Fahrbahnen. Es geschieht maschinell und lässt sich in weitere Kategorien unterteilen. Dies kann bei lockerem Schnee das Kehren mit dem Besen oder mit der Kehrmaschine sein. Anderweitig kommen Schneeschaufeln, Schneeschieber, Schneewannen, Schneefräser oder Schneepflüge zu ihrem Einsatz. Um zu streuen, existieren bei dem Winterdienst Utensilien wie Sand, Granulat, Auftausalz oder Taumittel. Genau diese Mittel werden in Streugeräten aufgebracht. Dabei gibt es bezüglich dem Auftausalz die unterschiedlichsten Meinungen. Schließlich zählt Auftausalz als schädlich für Tiere und Pflanzen. Dafür ist es jedoch sehr griffig und verringert die Rutschgefahr erheblich. Aber auch das Auftauen ist bei der Schneebeseitigung durch den Winterdienst eine wichtige Aufgabe, welche sich allerdings nur auf Bahnstrecken bezieht. Damit der Bahnverkehr aufrechterhalten werden kann, kommt es im Winter zur Anwendung von einem Gasbrenner. Mit ihm werden über Handarbeit die Weichen funktionstüchtig gehalten. Das Enteisen wiederum bezieht sich ebenso nicht auf den Straßenverkehr, sondern auf Gleise, Flughäfen und Schiffe. Flugzeuge werden dabei mittels Enteisungsflüssigkeiten enteist. Im Bahnverkehr gelangen spezielle Abtau- und Enteisungsanlagen zu ihrem Zutun. Und auf die Schifffahrt bezogen beschränkt sich der Winterdienst lediglich auf die Offenhaltung von Wasserstraßen sowie auch Häfen. Zu guter Letzt gehört allerdings auch noch das Schützen von dem Verkehrsablauf auf Straße als auch Bahn zu den Aufgaben vom Winterdienst. Hierzu finden an besonders gefährlichen Stellen in Flach- sowie Hügellandschaften Schneegatter oder Schneezäune ihre Verwendungen.

 

Voraussetzungen an die Mitarbeiter

Wer einmal bei einem Winterdienst mitmachen will oder (wegen finanzieller Gründe) muss, sollte natürlich einige Eigenschaften mit sich bringen. So ist eine zeitliche Flexibilität eine Voraussetzung. Schließlich kann es auch einmal in der Nacht und am Wochenende zu plötzlichen Einsätzen kommen. Des Weiteren muss es auch die Gesundheit ermöglichen, bei Kälte draußen wirken zu können. Und natürlich muss auch ab und zu einmal - trotz der überwiegend maschinellen Schneebeseitigung – selbst tatkräftig Hand angelegt werden.